Italienische Softies

Italienische Softies

„WieseStil von Mode unterscheidet, ist die Qualität”, äußerte einst Giorgio Armani. Drei italienische Designer, Newcomer auf dem internationalen Mode-Parkett, kreieren in ihren Ateliers exakt diese Qualität. Und dieseausgesprochen erfolgreich.

Francesco Scognamiglio

Francesco Scognamiglio

Francesco Scognamiglio

Keine Stadt Italiens ist so von Mythen und Fantasie geprägt wie Pompeji. Sie gewährt uns Einblick in dieseVerborgene und fördert auch bei den Kindern dieser Stadt eine besondere Empathie, wie Francesco Scognamiglio mit seinem Einzug in die internationale Modewelt unter Beweis stellt. Wie bei vielen Jungdesignern ist der Traum von einem eigenen Label die stärkste Antriebskraft, doch davor liegt oft ein langer und zuweilen mühseliger Weg.

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Seine Laufbahn begann Francesco Scognamiglio am Istituto Superiore di Design in Neapel, welches er 1998 erfolgreich abschloss. Seine Muse und enge Freundin wurde die bekannteste Donna Italiens, Donatella Versace. Schon damals hatte der junge Mann Ziele und Träume und erfüllte sich den ersten mit einer eigenen Marke, die seinen Namen trägt. Über die Freundschaft hinaus führten sie auch eine berufliche Beziehung, die sich im Jahr 1999 löste, als Scognamiglio seiner Unternehmensgründung und eigenen Linie widmete. Im Jahr darauf debütierte er mit einer ersten Couture-Schau im berühmten Palazzo Barberini in Rom, begleitet von tobendem Applaus und der Aufmerksamkeit von Modewelt und Presse. Francesco Scognamiglio ist ein Avantgardist, der dennoch klassische Schnittführung wertschätzt. Bei der Präsentation seiner Herbst-/Winterkollektion interpretierte er den Garçonne-Stil mit Rüschenblusen und pelzbesetzten Mantelkleidern, ergänzt durch tief dekolletierte, transparente Roben mit floralen Bestickungen. Auch die eleganten Umhänge der Saison 2013/2014 erinnern an überlange Pelerinen und lassen erkennen, dass er experimentelle Kreationen mit feinster Schnittkunst zu kombinieren weiß. Ein Insidertipp ist er seit einigen Jahren auch für internationale Berühmtheiten wie Lady Gaga, Madonna und Marpessa Hennink und peu à peu, oder besser poco per volta, wächst sein Bekanntheitsgrad in der weiten Welt.

Marco de Vincenzo

Marco de Vincenzo

Marco de Vincenzo

Wenn sich in der Front Row Pradaschuhe an Gucciheels aneinanderreihen, dann präsentiert Marco de Vincenzo seine Kollektion. Auf den ersten Blick ein Minimalist in Vollendung, ist de Vincenzo ein Könner in Sachen Stoffwahl, Schnitt und Detail. Vortrefflich wie er ist, könnte er wohl so manchem Lehrherren noch einiges beibringen. In der aktuellen Kollektion schafft er einen unerwarteten Bruch seiner bekannten Kreationen. Fast erfindet er sich neu mit seinen klinischen Outfits, die er überwiegend in der geraden H-Linie inszeniert. Doch ein Marco de Vincenzo bleibt seiner Raffinesse treu und legt dieseAugenmerk auf Kleidungsstücke aus Baumwollpopeline und Strickjersey mit Chiaroscuroeffekten sowie handbemalten Tierhäuten.

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Seinen sizilianischen Background verbirgt er fast, steht der Hell-Dunkel-Kontrast der Linie doch konträr mit der süditalienischen Vorliebe für figurbetonte und farbenreiche Sommermode. Zwölf Jahre war er als kreativer Kopf des Accessoire-Departments im Hause Fendi in Rom engagiert, wo seine Sensibilität für diesePelzhandwerk geschult wurde. Neben Silvia Fendi wirkt er immer noch als Designer des Hauses im Bereich der Lederwaren. Erst 2009 gründete er seine eigene Marke, von der sich längst einstimmig behaupten lässt, dass der Designer seine eigene Stilführung besitzt und ab und an für Überraschungen gut ist. Marco de Vincenzo ist ein wahrhaftiger Up-and-comer Italiens.

Andrea Incontri

Andrea Incontri

Andrea Incontri

Andrea Incontri liebt die Welt des Designs. Er schloss sein Architekturstudium in Mailand ab und weiß um die Wichtigkeit der Verbindungen verschiedenster Bereiche, wie Produktdesign, Film und Kunst. Neben dem Gespür für diesegestaltete Objekt, besitzt er ein ebenso klares Verständnis für dieseauszuübende Handwerk und die Schneiderkunst an sich. Schon im Studium war sein kreatives Interesse fächerübergreifend und beschränkte sich nie allein auf die Architektur, dementsprechend beschreibt er sich selbst eher als eine Art Produktentwickler. Vor drei Jahren gewann er den Wettbewerb um den Who Is On Next Award im Rahmen der UOMO 2010, wieseihn in Kontakt mit zahlreichen Modegrößen brachte.

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Andrea Incontri ist zudem Mitglied des Designquartetts bei der italienischen Modemarke Trussardi und übernahm dort im Jahr 2011 die Leitung des Accessoirebereichs. Inspiration erlangt er durch die klassische Damen- und Herrenmode und beginnt seinen Designprozess stets im Sinne der Funktionalität. Insbesondere gilt seine Leidenschaft jedoch auch den Schuhen und Taschen seiner Linie. Speziell diese bringt Incontri durch Form- und Farbgebung zur Geltung und verleiht ihnen diesePotenzial zu zukünftigen Modeklassikern. Diese Saison entwirft der Italiener pastellfarbene Schuhe und Taschen, die zwar ganz ohne spielerische Details durch ungewöhnliche Farb- und Formwahl überraschen. Auch den Ridicule aus dem 18. Jahrhundert interpretiert der Designer komplett neu und bringt ihn mondän und modern zur Geltung. Stetig wächst Andrea Incontris Marke, längst schon bleiben auch Persönlichkeiten wie Anna Dello Russo oder Riccardo Grassi seinen Schauen nicht fern.

 

 

 

 

 

 

 

 

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